30. April 2026

LiFePo Batterien – warum, wie stark, wieviele

Eigentlich gibt es nur Vorteile bei LiFePo Batterien:

  • leichter
  • kann niedriger entladen werden
  • …..

Aber, die Ladeinfrastruktur sollte auch passen:

  • kann eine LiFePo Batterie überhaupt geladen werden, oder nur Blei/Säure Batterien ?
  • wie lange wird benötigt um die Batterie(n) zu laden ?
  • womit wird die Batterie geladen (Landstrom, Lichtmaschiene, Solar, …) ?

Und, wieviel Strom brauche ich wirklich?

Das ist wie immer die Gretchenfrage. Dafür sollte man sich zuerst einmal das eigene Reiseverhalten ansehen und über folgende Punkte nachdenken:

  • wie lange stehe ich an einem Ort
    • wenn ich nur kurz stehe, wie lange fahre ich dann zum nächste Ort
      (während der Fahrt kann die Aufbaubatterie mit einem Ladebooster geladen werden, vielleicht reicht das ja schon für die nächste Standzeit)
  • habe ich dort Strom?
    • wie stark ist der Strom (Absicherung)?
    • reicht die Stromstärke um die Batterien zu laden?
    • reicht die Stromstärke um die gewünschten Verbraucher zu betreiben?
  • welche Verbraucher habe ich
    • laufen die über 12V
    • oder über 230V
  • wie lange laufen die Verbraucher

Oder man macht sich eine Tabelle und trägt alles darin ein. Ich habe im Endeffekt mir eine Excel Tabelle gemacht und die immer mehr verfeinert. So konnte ich dann irgendwann genau berechnen, wie gross die Batterie/Batterien sein mussten um eine gewisse Zeit ohne jegliches Nachladen stehen zu können.

Der Grund für diese Übung war eine geplante Reise nach Griechenland, bei der man dann mal schnell 24 Stunden das Wohnmobil ohne externen Strom und mit zugedrehten Gasflaschen irgendwo auf dem Transportdeck stehen hat, während man selber in einer Kabine ist.

Ja viele sagen, das ist kein Problem, haben die tollsten Ideen mit eingefrorenen Wasserflaschen und allen möglichen anderen Ideen um den Kühlschrank kühl zu halten, aber das war uns ehrlich gesagt etwas zu wage. Zumal wir aus gewissen Gründen auch das eine oder andere Tiefgefrorene dabei haben und dies nicht vor Ort kaufen möchten. Lösung dazu war eine Kühlbox in der Heckgarage die auch über 12V betrieben werden und bis -20°C kühlen kann. Braucht halt Strom. 😊

Als nächstes muss man wissen, ob direkt oder später einen Wechselrichter betreiben möchte und wieviel Leistung dieser haben soll. Je nach Leistungsbedarf hat man dann schon das Problem, dass man entweder eine verdammt große Batterie oder zwei parallel geschaltete benötigt.

Lange Rede kurzer Sinn. Wir brauchten 2 Batterien, denn es war ein Wechselrichter mit 2500W geplant.

Dann ging die Suche los, denn die Preisspanne ist nicht gerade gering. Klar die Batterien sollten ihr eigenes Batteriemanagementsystem haben, welches über Bluetooth abfragbar ist, Parallelschaltung ermöglichen und nein wir brauchen keine Heizung für die Batterien.

Diverse Test angesehen und wirklich nur das genommen was wir brauchen. Tolle Features die wir nicht brauchen kosten nur unnötig Geld.

Wie war das mit dem Thema Zertifizierungen?

Ja da gibt es diverse, aber die für uns wichtigste war die ECE-R10-Zertifizierung, denn nur diese sind zulässig für den Einbau im Wohnmobil. Zu diesem Thema gibt es schon regelrechte Glaubenskriege in den Foren und noch besser in Facebook. Popcorn beim Lesen ist empfehlenswert.

Und was wurde jetzt eingebaut?

  • 2 LiFePo Batterien mit 140Ah
  • BMS mit 150A Dauerleistung
  • parallel geschaltet
  • überkreuz angeschlossen

Bitte nicht fragen, was diverse Werkstätten für den Einbau und die Batterien haben wollten. Wir haben das dann selber gemacht, sowohl die Batterien gekauft, als auch eingebaut.