17. März 2026

Wasserfilter; ja, nein, vielleicht, warum ????

Mal wieder ein Thema bei dem sich die Geister scheiden. Ich beschreibe mal was wir mit dem Wasser machen, das ist natürlich bei jedem anders.

Was will ich mit dem Wasser machen?

Relativ simpel. Wir wollen damit duschen, Zähneputzen, Gesicht und Hände waschen, kochen und ich will es trinken können.

Gerade der letzte Punkt schreit gerade zu das das Wasser sauber ist.

Wo wollen wir / wollen wir nicht Wasser tanken?

Generell tanken wir Wasser zu Hause, auf Campingplätzen und auf Stellplätzen. Sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland (Italien, Frankreich, Österreich,…).
Wir tanken kein Wasser aus irgendwelchen Quellen, Flüssen oder Seen.

Grundvoraussetzung für trinkbares Wasser

Der Tank und das ganze Wassersystem muss sauber sein und auch regelmäßig gereinigt werden. Da wir zu Hause extrem kalkhaltiges Wasser haben, wird auch einmal im Jahr alles entkalkt.

Dazu wird es aber einen eigenständigen Blogeintrag geben.

Wann kann gefiltert werden?

  1. Vor dem Wassertank filtern, sprich vor dem Befüllen
  2. Vor und nach dem Wassertank filtern
  3. Nach dem Wassertank filtern

Welche Varianten gibt es?

  • Vorfilter (Sedimentfilter)
    • Entfernen grobe Partikel wie Sand, Rost, Schlamm
    • Schützt nachfolgende Filter und die Wasserpumpe
    • Macht Wasser nicht trinkbar, nur mechanische Reinigung
  • Aktivkohlefilter
    • Filtert Chlor, Gerüche, Geschmacksstoffe und viele organische Chemikalien
    • Entfernt keine Viren und nur begrenzt Bakterien
    • Bringt deutlich besseren Geschmack
    • Kann entweder direkt beim Befüllen oder nach dem Wassertank direkt vor dem Wasserhahn eingesetzt werden
    • Entfernt keine Viren und nur begrenzt Bakterien
  • Keramikfilter
    • Hält Bakterien und Protozoen zurück
    • Viren werden nicht zurückgehalten, da diese oft zu klein sind
  • Nano- / Ultrafilter
    • filtert Bakterien und Keime (herstellerabhängig)
  • UV-Desinfektion (UVC)
    • Tötet Bakterien, Viren und Keime
    • Wird nach dem Filter eingebaut.
    • Braucht Strom
    • Wasser muss bereits gefiltert sein, sonst unwirksam.
  • Osmoseanlage
    • Entfernt Bakterien, Viren, Schwermetalle, Mikroplastik, Salze,…
    • Leider teuer, Abwasser entsteht und höherer Energie- und Platzbedarf
  • Silberionen
    • Ist für den Privatgebrauch zugelassen.
    • Verhindert Keimwachstum, aber ist kein Filter.

Nachdem ich die ganzen Informationen zusammengetragen hatte, schwirrte mir erst einmal der Kopf und ich dacht mir: Und nu?

Unsere Kriterien

  • Wassertank und System sind sauber und wird regelmäßig gereinigt
  • Sedimentfilter soll sein. Ich kenn keine Leitung in der nicht irgendetwas rumschwirrt (Rost, Sand, …)
  • Kohlefilter, denn der filtert Chlor, Mikroplastik, Pestizide, Medikamentenrückstände, ….
  • Nanofilter, denn der filtert Mikroorganismen (z.B. Salmonellen, Bakterien, Keime,…), Legionellen.
  • und dann noch etwas um das Wasser zu konservieren, wenn es im Tank ist
  • ja und irgendetwas, damit das Wasser beim Befüllen eventuell überlaufen kann, wenn man mal nicht aufpasst

Welchen Filter haben wir jetzt?

Nach langem suchen, haben wir uns dann für ein System der Firma Alb entschieden und auf der CMT in Stuttgart gekauft.

Genauer gesagt den Alb Mobil Fusion mit Protect. Er hat einen Vorfilter (Protect), einen Aktivkohlefilter (Active) und einen Nanofilter (Nano). Das ganze ist in einer stabile Aufbewahrungstasche und kann modular eingesetzt werden. Man baucht ja z.B. nicht immer den Nanofilter.

Mehr Information findet man direkt bei Hersteller in der Kategorie Campingfilter.

Was nutzen wir zur Wasserkonservierung?

Einfach regelmäßig nutzen und immer wieder auffüllen. 😉

Ja ok, wir haben auch etwas zur Konservierung im Tank.

Da wir die ganze Silberionengeschichte etwas merkwürdig fanden, sind wir auf eine auf Keramik basierende Lösung der Firma Lilie gekommen. Den Certec® 3in1.

Was war da nochmal wegen Tankdeckel?

Fast vergessen, wir brauchten ja noch einen Tankdeckel mit Gardenaanschluss, denn keiner will die ganze Zeit den Schlauch festhalten und das ganze dann am Besten noch Überlaufschutz.

Das ganze gibt es von HeoSolutions und nennt sich HEOSwater connector®.

Fazit

Wir haben dieses Gesamtsetup jetzt über ein Jahr im Einsatz und sind sehr zufrieden damit. Egal ob wir in Deutschland, Österreich oder bei über 35° in Italien unterwegs waren.